Die klassischen Yogawege

Zu den klassischen Yogawegen werden Jahrtausende alte Yoga-Richtungen gezählt, die alle gleichermaßen zum Ziel des Yoga, der Stilllegung aller Gedanken im Geist führen.

Man kann sich Yoga als einen Berg vorstellen und die Erreichung des Berggipfels als das Ziel des Yoga. Auf den Berg hinauf führen verschiedene Wege. Alle diese Wege erreichen letztlich den gleichen Gipfel. Jeder, der diesen Berg besteigen möchte, wird einen geeigneten Weg für sich finden, der nur dann auch zum Ziel führt, wenn man ihn selbst geht. Man nennt diese Wege die klassischen Yogawege. Dies sind:

Karma-Yoga – Der Yoga des selbstlosen Tuns

Hierbei geht es um die innere Einstellung, mit der eine Tätigkeit ausgeführt wird. Selbstlos zu handeln ohne von den Ergebnissen abhängig zu sein ist das Prinzip des Karma-Yoga.

Jnana-Yoga – der Yoga der Erkenntnis

Es ist der Weg des Studierens der yogaphilosophischen Weisheiten mittels traditioneller Schriften oder erfahrenem Yoga-Lehrer. Es ist außerdem das Studieren, das Erforschen der eigenen Person, ihre körperlichen, geistigen und emotionalen Befindlichkeiten und das Erkennen von Zusammenhängen.

Bhakti-Yoga – der Yoga der Hingabe

Dies ist der Weg des Glaubens, der Hingabe an das Göttliche / das Höhere.

Raja-Yoga – der königliche Yoga

Es ist der Weg der Konzentration und Selbstkontrolle. Er enthält Übungen zur Bemeisterung der Sinne und Gedanken.

Hatha-Yoga

Hatha – Yoga ist der jüngste der klassischen Yogawege und wird auch als Leiter zum Raja-Yoga bezeichnet. Er entstand ca. 1000 n. Chr. und enthält Vorschriften für Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atembeobachtung, Atemkontrolle) und Meditation. Auch Anweisungen für rechtes Leben, Ernähren und Reinigungstechniken werden vermittelt. Hatha-Yoga ist mehr auf den Körper ausgerichtet als die anderen Yoga-Wege. Der Körper wird als „Tempel der Seele“ angesehen.